- Wenn nicht jetzt, wann dann?

Das bin ich

In diesem Beitrag möchte ich Dir gerne genauer etwas über mich persönlich erzählen. Ich möchte zum einen kurz oberflächlich Informationen über mich geben, danach aber auch einiges über meine Interessen, meine Fähigkeiten, sowie meine weiteren Lebenspläne erzählen. Die persönlichen Beweggründe zu dieser Reise findest du ausführlicher unter “die Idee” [Beitrag] und “Warum mit dem Fahrrad?” [Beitrag]

Ich bin Jahrgang 1998 und komme aus Rheinland-Pfalz. Seit 2005 wohne ich gemeinsam mit meinen Eltern in der Gemeinde Böhl-Iggelheim (R.-P.) und bin dort auch zur Grundschule gegangen. Anschließend war ich auf dem LMG in Maxdorf, welches ich mit dem Abitur 2017 verlassen habe. Von September 2017 bis September 2018 habe ich ein FSJ im Kinder-und Jugendzentrum Böhl-Iggelheim gemacht und ab September 2018 im Service eines Kinos und in der Gastronomie gearbeitet.

Wie bin ich so drauf und was mache ich gerne in meinem Leben?

Zum einen mache ich sehr gerne Sport. Als Kind und Jugendlicher habe ich leidenschaftlich gerne Fußball gespielt und somit war ich auch fast 10 Jahre im heimischen Fußballverein. Durch meine Begeisterung für den Fußball stieg meine generelle Begeisterung für Sport und Bewegung. So habe ich auch immer mehr mit der Zeit das Joggen für mich entdecken können. Joggen ist mein absolutes Mittel Nr. 1 für psychischen Ausgleich. Sonst habe ich aber auch schon Leichtathletik im Verein gemacht. Auch Tischtennis und Breakdance habe ich mal im Verein ausprobiert und für ein halbes Jahr lang war ich regelmäßig Bouldern in einer Kletterhalle. Und auch sonst bin ich für allen möglichen Sport zu begeistern und absolut offen dafür. Wie Du wahrscheinlich schon vermutet hast, liebe ich es auch Fahrrad zu fahren. In der Region ist das Fahrrad zu meinem Fortbewegungsmittel Nr. 1 geworden. Fast 20.000 Kilometer habe ich mit dem Rad in den letzten 7 Jahren zurück gelegt.

Ansonsten lege ich kürzere Strecken immer zu Fuß zurück und für etwas weitere Strecken nehme ich den Zug oder auch mal den Bus. Aufs Auto versuche ich zu verzichten.

Ich bin gerne mit Leuten auf Achse und organisiere gerne alle möglichen Aktionen für den Freundeskreis. Etwas zu planen macht mir einfach unglaublich viel Spaß 🙂 Ich verbringe aber auch sehr gerne Zeit mit mir alleine.

Ich besuche schon seit der Kindheit leidenschaftlich gerne Freizeitparks und führe seit einigen Jahren mit 2 Kumpels zusammen eine Facebookseite und einen Blog zum Thema, welche ich auch während meiner Reise mit dem Besuch einiger neuer Parks weiterführen möchte. [Fb-Seite] [Blog]

Und sonst liebe ich die Musik über alles. Ich liebe es zu singen, war nun für etwa 1 Jahr in einer Band [Fb-Seite], habe lange Zeit im Chor gesungen und habe bei verschiedenen kleineren Projekten bereits mitgewirkt. Auch die Gitarre nehme ich gerne in die Hand. Ich kann am Lagerfeuer einige Lieder trällern, jedoch bin ich aber alles andere als ein guter Gitarrist, aber sehr motiviert mich damit in meinem weiteren Leben auseinander zu setzen. In der Musik kann ich mich absolut fallen lassen und ich bewege mich sehr gerne dazu, weshalb man mich auf Partys fast nur auf der Tanzfläche vorfinden kann. Da bin ich dann auch i.d.R. unermüdlich. Ich präferiere deutschen HipHop (aber mehr so alternativen wie Moop Mama oder Käptn Peng) und lerne sehr gerne immer die Songtexte auswendig. Ansonsten höre ich viel gefühlvolle Musik (z.B. Bukahara). Manchmal habe ich auch einfach Lust völlig querbeet Musik zu hören, denn ich bin flexibel und es gibt kaum einen Musikstil, der mir nicht gefällt. Einen großen Teil meines bisher im Leben verdienten Geldes habe ich vor allem für Konzerttickets ausgegeben, wenn ich es nicht für dieses Projekt investiert habe.

Was ist noch typisch für mich? Ich bin Vegetarier aus Klimaschutzgründen und aus Protest gegen die Massentierhaltung. Ich liebe Kaffee, Espresso und Weizenbier, genauso wie schwäbische Käsespätzle, über alles. Generell esse ich immer gerne viel und gut, versuche mich aber, wenn ich irgendwo zu Gast bin, etwas zurückzuhalten 😀 Ich spiele leidenschaftlich gerne schon seit vielen Jahren ein Pc-Spiel mit dem Namen Trackmania United Forever, bei welchem ich jederzeit wunderbar abschalten kann. Es macht mir Spaß mich zu duellieren: Im Sport oder in Gesellschaftsspielen, die so wenig Glück wie nur möglich erfordern. Gesellschaftsspiele könnte ich ewig spielen. Ich liebe es Serien zu schauen. Meine Lieblingsserien sind Lost, Prison Break, Suits, Breaking Bad… Ach, die Liste könnte ich jetzt ewig weiterführen 😀 Ich jongliere gerne und ich lese seit Beendigung der Schule gerne Bücher. Aber weniger Romane. Ich lese gerne Ratgeber und wissenschaftliche Bücher. Ich beschäftige mich zunehmend mehr mit Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Themen und kann mir deshalb auch sehr gut vorstellen in diese Richtung zu studieren. Ich liebe Diskussionen und lerne gerne die Gegenpositionen kennen. Ich engagiere mich gerne zusätzlich, wie beispielsweise im FSJ als Gruppen-und Standortsprecher oder ehrenamtlich und in der Schule als Moderator verschiedener Veranstaltungen. Generell liebe ich es vor vielen Menschen zu sprechen und verspüre dabei keinerlei Hemmungen.

Ich setze mich gerne mit psychologischen Themen auseinander und mit mir macht man am Besten einen langen Spaziergang. Wenn ich in der Natur sein kann und ich mich dabei auch noch unterhalte, fühle ich mich absolut wohl. Ich liebe es einfach ohne Plan drauf los zu laufen und zu gucken, wo ich raus komme. Ich kann unermüdlich sein und auch wenn ich schon den ganzen Tag durchgelaufen bin, hab ich meist noch nicht genug und das Bedürfnis auch noch im Dunkeln weiter zu laufen 😀 Besonders toll finde ich es z.B. auch traditionelle, pfälzische Schorlewanderungen zu machen.

Mit stolz berichte ich immer gerne davon, dass ich seit 2013 Tagebuch schreibe und mir kein einziger Tag seitdem fehlt. Obwohl mein Blick meistens in die Zukunft gewandt ist, liebe ich die Nostalgie. Wie ich akribisch meine Bilder in Ordnern nach Jahren und Unternehmung sortiere und immer mal wieder anschaue, mag ich es sehr, mir meine alten Tagebucheinträge durchzulesen und sofort wieder Bilder aus der Vergangenheit in den Kopf zu bekommen, die vermutlich sonst für immer verschüttet gewesen wären. Als emotionaler Mensch fühle ich aber auch noch einmal abgeschwächt manche Dinge wieder, die ich damals gefühlt habe. Der Beweggrund Tagebuch zu schreiben war aber ein ganz anderer: ein disziplinärer Grund. Das Tagebuch zu schreiben hat mir viel Selbstbewusstsein darin gegeben, an Dingen dran bleiben zu können. Ohne diese Disziplin hätte ich mich nie zum Beispiel in das Thema des Radreisens ausreichend rein arbeiten und diese Reise planen können. Nach ca. 6 Jahren werde ich meine Tagebuchaufschriebe auf diesen Blog umlagern und ich bin zuversichtlich die nötige Disziplin erworben zu haben, regelmäßig Tagebucheinträge hochladen zu können und Dich damit unterhalten zu können.

Von Freunden und Bekannten werde ich als empathisch, offen, freigeistig, abenteuerlustig, extrovertiert, vielseitig interessiert und selbstreflektiert bezeichnet. Ich würde mich ebenfalls als idealistisch und perfektionistisch bezeichnen, was sowohl positiv, als auch negativ ist. Ich werde des öfteren auch als verpeilt bzw. unkonzentriert und unpünktlich bezeichnet und stehe dazu 😀

Ich habe ein sehr hohes Energiepensum und Wörter wie Langeweile und Lustlosigkeit habe ich schon immer aus meinem Wortschatz streichen können. Oft ist mir der Tag viel zu kurz und ich wünsche mir, dass er mehr als 24 Stunden hätte.

Ich würde mich als psychisch ziemlich ausgeglichen bezeichnen. Insbesondere wenn ich meinen Sport gemacht habe, dann ist normalerweise alles im Lot. Für Stimmungsschwankungen bin ich nicht bekannt und ich habe ein recht konstantes psychisches Level. Es gibt jedoch bestimmte Situationen, so habe ich herausgefunden, die ich unbedingt meiden muss: Permanent hohe Konzentrationsanforderungen zum Beispiel.

Was bedeutet diese Reise für mich und was ist der Plan für meinen weiteren Lebensverlauf?

Bereits Anfang 2017, also noch vor dem Abitur, entschied ich mich dazu diese Reise zu machen. Freiheitsdrang, abenteuerlust und Neugierde waren so groß, dass ich mich dafür entschieden habe, einer solch unabhängigen Reiseform alleine nachgehen zu wollen. Wahrscheinlich sind diese Bedürfnisse in mir u.a. so groß, weil ich ein bestimmtes Gen besitze. Anders könnte ich mir dies kaum erklären 😀 Ich konnte es auch nicht so richtig glauben, als ich zum ersten mal gehört habe, dass ein sogenanntes “Reisegen” existiert. Dieses “Reisegen” heißt “DRD4-7r” und kann zu Charakterzügen wie Impulsivität oder Risikobereitschaft führen, welche dann wiederum Neigung zu anderen Verhaltensweisen wie z.B. die Lust aufs vagabundieren befördern. Nun ja, gen hin oder her, jedenfalls ist es mir unglaublich wichtig diese Reise zu machen, denn ich träume davon mit dem Fahrrad die Natur und andere Kulturen auf diesem Planeten besser kennenlernen zu können und richtige Abenteuer zu erleben. Und vor allem will ich doch später mal ein paar spannende Geschichten erzählen können 😀 Ich bin aber auch überzeugt davon persönlich beim Reisen viel mehr wachsen zu können, als z.B. während einer Ausbildung oder einem Studium.

Wie mein Lebensweg dann weiter geht ist noch ziemlich offen, genauso wie der Ablauf bzw. die Gesamtdauer dieser Reise. Die Planung meiner Reise ist zwar etwa auf ein halbes Jahr zugeschnitten, aber es ist noch wie gesagt völlig offen ob es weiter gehen wird oder nicht. Ab dem Wintersemester 2020 möchte ich wahrscheinlich in Richtung Nachhaltigkeitswissenschaften studieren. Für das Jahr dazwischen bestehen schon einige Ideen. Darunter ist natürlich das Weiterfahren mit dem Fahrrad enthalten, aber auch einige andere Ideen. Jedoch sind diese alle auf dem Thema Nachhaltigkeit basierend. Dieses Thema hat es mir sehr angetan und wird sich auch sehr auf meinen weiteren Lebensstil auswirken.

Ich habe mich fest dazu entschlossen, dass ich den üblichen Lebensstil in einem Industrieland nicht weiter auf mein eigenes Leben übertragen kann. Ich möchte mit gutem Beispiel voran gehen und mich einem minimalistischen Leben, mehr im Einklang mit der Natur und ohne all diesen ganzen Konsum verschreiben. Ich sehe für mich als Mensch in diesen Zeiten kein Recht darin zum Beispiel mit dem Flugzeug oder dem Kreuzfahrtschiff zu reisen, mehr als 200-300 Gegenstände meinen Besitztum zu nennen, oder Fleisch aus der Massentierhaltung zu essen.

Meine Vorstellungen?

Ich werde mir einmal das Leben in Öko-Dörfern ansehen und kann mir schon seit einigen Jahren super vorstellen ein Tiny House, Mobilehome oder eine Jurte mein Eigentum zu nennen und dann auch in einer Gemeinschaft zusammen zu leben. Oder vielleicht ist ja auch ein nomadischer Lebensstil denkbar? Nachhaltig könnte er allemal sein und viele Möglichkeiten sind heutzutage gegeben sich dies zu ermöglichen. Bei diesen Lebensstilen liegt es auf der Hand, dass ich dann in keinem Vollzeitjob arbeiten müsste. Man arbeitet um die Grundbedürfnisse decken zu können und evtl. noch etwas Wohlfahrt zu haben, um sich die Chance auf maximales Lebensglück zu ermöglichen. Die nun freigewordene Zeit durch weniger Arbeit würde nun für Selbstverwirklichung (in der Musik und dem Sport), soziale Kontakte und vielleicht auch für das Mitwirken in einer Degrowth-Bewegung zur Verfügung stehen 🙂

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Hallo Jonas, ich bin beim rumstöbern auf deine Seite gekommen. Ich finde es toll, dass du dir einen Plan und eine Vorstellung für dein Leben gemacht hast.
    Bei mir ist das Arbeitsleben schon Geschichte- aber die Reiselust erwacht😄
    Für deine Reise alles Gute- ich bleib dabei und verfolge deine Taten.
    Werner

    1. Vielen Dank lieber Werner und wunderbare Reisen wünsche ich dir! 😉

      Gruß,
      Jonas

  2. Hallo Jonas,

    habe den Link zu deinem Blog heute von Marion bekommen 🙂 Ich wünsch dir allzeit gute Reise!

    Schöne Grüße
    Susanne Klein aus Bad Dürkheim

    1. Vielen Dank Susanne!

      Gruß Jonas 🙂

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen