- Wenn nicht jetzt, wann dann?

Meine Woche in Hamburg

Meine Woche in Hamburg

Nach genau einer Woche melde ich mich wieder. In dieser Zeit bin ich nahezu kein Fahrrad gefahren und habe bei Stephan und Kira in Hamburg gewohnt.

Doch erstmal zurück zu vergangener Woche Dienstag. Ich war in der Nähe von Bremerhaven auf dem Campingplatz. Ursprünglich hatte ich vor am Dienstag und Mittwoch weiter die Küste entlang über Cuxhaven, Stade, Buxtehude bis nach Hamburg zu fahren und dort dann bis Sonntag oder spätestens Montag zu bleiben.

Doch nun war es an diesem Dienstag so, dass ich mich nicht gut fühlte. Irgendwie war ich total fertig und hatte Probleme mit der Allergie. Die Pollenbelastung am Vortag war eben sehr hoch. Dazu kam ein permanent sehr starker Wind aus dem Osten, welcher mir dadurch nur entgegen kam. Ich entschied mich erst einmal um das zertretene Pedal zu kümmern. Einen Fahrradladen konnte ich zum Glück schnell ausfindig machen und mir für 30€ hochwertige Pedale zu kaufen. Daraufhin ging ich einkaufen und dabei entschied ich mich doch direkt in Richtung Hamburg zu fahren und Stade anzupeilen. Das versuchte ich dann auch, doch der Gegenwind war noch viel schlimmer als eh schon befürchtet. Mit Schrittgeschwindigkeit kämpfte ich permanent gegen 40-60km/h schnelle Windböen an und bekam immer mehr Bedenken wegen meinem Schnupfen. Nach etwa 20km entschied ich mich also mein erstes “Foul” zu begehen und den Zug bis nach Hamburg zu nehmen. Ich wollte dort lieber erst einmal regenerieren und nicht sinnlos 1,5 weitere Tage gegen den Wind ankämpfen. Spontan rief ich also Stephan an. Dieser war zu Hause und meinte, dass es auch kein Problem sei heute schon zu kommen.

In Hamburg Veddel angekommen wurde ich dann gleich mal von einer entspannten Studentenrunde in Stephan’s und Kira’s WG empfangen und ich fühlte mich sofort wohl. Recht bald entschied ich mich sogar dazu bis Dienstag zu bleiben, weil Montag noch ein Konzert von Monsters of Liedermaching anstand.

Sein gemütliches Bett, das Stephan mir auf seinen Vorschlag überlies, sowie der lange Schlaf sorgten für erste Regeneration und am Mittwoch war ich dann soweit auch wieder fit. Am Mittwoch fuhren wir dann mit dem Rad fast 20 Kilometer durch Hamburg und machten einige Besorgungen (u.a. einen neuen Magneten für meinen Tacho). Am Abend grillten wir auf dem Deich direkt vorm Haus. Dort lernte ich einige Freunde von Stephan kennen. Ein paar weitere kannte ich bereits von meinen vorherigen Besuchen in Hamburg.

Am Donnerstag trafen wir uns mit Nico und Sophie aus meiner Heimat und machten eine Sightseeingtour durch Hamburg. Neu war für mich dabei der Elbstrand, wo wir dann auch eine ganze Weile gechillt haben. In der Dämmerung machten wir uns dann auf in Richtung Kiez und gingen in eine Bar um eine Runde zu Kickern. Danach sind wir dann wieder zurück in die Wohnung, haben zusammen gekocht und Glühwein (wie fast jeden Abend) getrunken.

Am Freitag haben wir das Haus überhaupt nicht verlassen. Ich habe mein Bild-und Videomaterial sortiert und Abends haben wir Spieleabend mit zwei Freunden von Stephan zusammen gemacht. Danach kümmerten wir uns um Geschenke für die Geburtstagsparty, auf der wir am Samstagabend eingeladen waren. Und so fingen wir an in nur 2-3 Stunden ein komplettes Geburtstagslied zu schreiben. Für mich war es dabei seltsam über eine Person zu schreiben, die ich nicht einmal kannte 😀 Insgesamt 20 Strophenzeilen und einen Refrain schafften wir letztendlich zu schreiben und das wurde dann auch wirklich von Freundin Sophia und den anderen Partygästen gefeiert. Mit dazu gab es dann auch noch einen selbst gemachten “Sexykaner” (also Mexikaner), sowie einen von uns gestalteten Kotzeimer, geschenkt. Darauf waren ein rießiger Kotzsmiley, zwei Würfel, die für das Trinkspiel “Dreimann” stehen sollten, sowie diverse selbst ausgedachte Kotzsprüche abgebildet.

Die Party war eher langweilig, doch trotzdem spielten wir bis 5Uhr Dreimann und sind danach dann auch nicht mehr nach Hause gefahren, sondern haben mit gut Alkohol Intus dort übernachtet. Am Sonntag sind wir dann erschöpft die Stunde zurück gefahren und dann ging dementsprechend auch nicht mehr viel an diesem Tag. Wir haben noch Pizza gebacken und wieder Gesellschaftsspiele gespielt.

Am Montag war es auch sehr entspannt. Ich habe ein bisschen was organisatorisches gemacht und dann haben wir einen etwas längeren Spaziergang gemacht, bei welchem Stephan und mir ein Vogel auf den Kopf gekackt hat 😀 Abends gingen wir dann schließlich doch nicht auf das Konzert aus diversen Gründen und spielten lieber Poker und danach ausgiebig Hanabi.

Am Montag Abend entschied ich mich dazu erst am Mittwoch abzureisen und am Dienstag noch einen HNO-Arzt aufzusuchen, weil mein Schnupfen trotz regelmäßiger Medikamenteinnahme, inhalieren und Ingwertees einfach nicht besser wurde. Er wurde eher schlimmer und ich bekam sogar schon etwas Kopfschmerzen davon. Der Arzttermin am Dienstag war dann auch sehr sinnvoll und ich bekam Antiobiotikum verschrieben. Trotzdessen bekam ich grünes Licht dafür weiterfahren zu können, wenn ich mich nicht überanstrengen würde, denn an sich war ich ja fit. Der Dienstag war ansonsten wieder sehr entspannt mit Gesellschaftsspielen und Pizza backen.

Die Woche in Hamburg hat mir sehr gut gefallen und somit möchte ich mich herzlichst bei Stephan und Kira für die Zeit bedanken. Ihr seid super! 🙂 Doch nun freue ich mich auch rießig darauf weiter zu fahren, auch wenn ich es wegen dem Antibiotikum immer noch locker angehen muss. In etwa 5 Tagen möchte ich dann aber schon in Kopenhagen sein und dort wieder für ein paar Tage rasten. In den kommenden Tagen möchte ich über Lübeck und Fehmarn fahren und die Fähre in Puttgarden rüber nach Dänemark nehmen. Dann möchte ich den Dänischen Fahrradrouten bis nach Kopenhagen folgen.

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